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Anatomie eines trivialen Patents
Programmierer sind sich dessen sehr wohl bewusst, dass viele der bereits vorhandenen Softwarepatente lächerlich offensichtliche Ideen abdecken. Dennoch argumentieren die Verfechter des Patentsystems häufig, dass diese Ideen nicht trivial seien, sondern erst im Nachhinein offensichtlich sind. Und es ist überraschenderweise schwer, sie bei Debatten zu besiegen. Woran liegt das?
Jede Entscheidung die man trifft beruht auf eigene Werte und Ziele. Man kann viele verschiedene Ziele und Werte haben. Ruhm, Profit, Liebe, Überleben, Spaß und Freiheit sind nur einige der Ziele, die eine gesittete Person haben könnte. Ist das Ziel eine Frage des Prinzips, sprechen wir von Idealismus.
In seinem Aufsatz Ausnahmen zur GNU GPL verkaufen geht Richard Stallman (2009) der Frage der Praxis über den Verkauf von Ausnahmen an Freie-Software-Lizenzen nach.
Haben Sie eine hier nicht beantwortete Frage bezüglich Freie-Software-Lizenzierung? Siehe auch unsere weiteren Ressourcen zur Lizenzierung, bei unbeantworteten Anliegen wenden Sie sich bitte unter licensing@fsf.org an das FSF Compliance Lab.
Das nachstehende GNU-Manifest wurde von Richard Stallman 1985 geschrieben, um um Unterstützung bei der Entwicklung des Betriebssystems GNU zu bitten. Ein Teil des Textes stammt aus der ursprünglichen Ankündigung von 1983 und wurde bis 1987 geringfügig angepasst, um neue Entwicklungen zu berücksichtigen; seither scheint es am besten, den Text unverändert zu belassen.
Von wem sollte Ihr Rechner Befehle entgegen nehmen? Die meisten denken, dass ihre Rechner ihren Befehlen gehorchen sollten, nicht denen anderer. Mit einem Vorhaben namens Trusted Computing (TC) beabsichtigen große Medienkonzerne (einschließlich Filmgesellschaften und Plattenfirmen), zusammen mit Firmen wie Microsoft und Intel, Rechner dazu zu bringen, ihnen, statt dem Nutzer, zu gehorchen (Microsofts Version dieses Schemas nennt sich Palladium[*]). Proprietäre Programme enthielten bereits böswillige Funktionen ‑ aber dieses Vorhaben würde es allgemeingültig machen.
Dieses Diagramm (ursprünglich von Chao-Kuei und seitdem von mehreren anderen aktualisiert) erläutert verschiedene Softwarekategorien (als category.svg und category.fig unter den Bedingungen der GNU GPLv2 oder neuer, der GNU FDLv1.2 oder neuer oder der CC BY-SA 2.0 oder neuer abrufbar).
Vor fünfundzwanzig Jahren, am 27. September 1983, kündigte ich einen Plan an, ein vollständig freies Betriebssystem namens GNU ‑ für GNU’s Not Unix ‑ zu erstellen. Im Rahmen des 25. Jahrestages des GNU-Systems habe ich diesen Artikel geschrieben, wie unsere Gemeinschaft ruinöse Kompromisse vermeiden kann. Neben der Vermeidung solcher Kompromisse gibt es viele Möglichkeiten wie man Freie Software und GNU unterstützen kann. Eine einfache Möglichkeit ist der Free Software Foundation als assoziiertes Mitglied beizutreten.
Sagten Sie ‚Geistiges Eigentum‘? Eine verführerische Illusion
Es ist in Mode gekommen, Urheberrecht, Patente und Marken ‑ drei separate und unterschiedliche Entitäten, die drei separate und unterschiedliche Rechtsvorschriften umfassen ‑ sowie ein Dutzend andere Gesetze in einen Topf zu werfen und es „geistiges Eigentum“ zu nennen. Der verzerrende und irritierende Begriff setzte sich nicht zufällig durch. Firmen, die davon profitieren, förderten ihn. Der einfachste Weg aus der Irritation ist den Begriff gänzlich zurückzuweisen.
Der größte Mangel bei freien Betriebssystemen ist nicht die Software ‑ es ist der Mangel an guten freien Handbüchern, die wir in diese Systeme integrieren können. Viele unserer wichtigsten Programme liegen nicht mit vollständigen Handbüchern vor. Dokumentation ist ein wesentlicher Teil jedes Softwarepakets; wenn ein wichtiges freies Softwarepaket nicht mit einem freien Handbuch vorliegt, ist das eine gravierende Lücke. Wir haben heute viele solcher Lücken.
Digitale Informationstechnologie gibt der Welt neue Möglichkeiten, Informationen leichter zu kopieren und zu modifizieren. Rechner versprechen, dies für uns alle leichter zu machen.
Warum „Open Source“ das Ziel Freie Software verfehlt
Die Begriffe Freie Software und Open Source stehen für fast die gleiche Programmvielfalt. Sie sagen jedoch grundlegend unterschiedliche Dinge über diese Programme, die auf unterschiedlichen Werten basieren. Die Freie-Software-Bewegung setzt sich für die Freiheit der Rechnernutzer ein; sie ist eine Bewegung für Freiheit und Gerechtigkeit. Im Gegensatz dazu schätzt die Open-Source-Idee vor allem den praktischen Nutzen und setzt sich nicht für Prinzipien ein. Deshalb stimme wir mit „Open Source“ nicht überein und gebrauchen diesen Begriff nicht.
Der englischsprachige Text wurde 2010 in der US-amerikanischen Zeitschrift Boston Review unter dem Titel What Does That Server Really Serve? erstveröffentlicht.
Zu vermeidende Wörter‑ (oder mit Sorgfalt zu verwendende), weil sie voreingenommen oder irreführend sind
Es gibt einige Wörter und Redewendungen, die empfohlen werden sie ganz oder in bestimmten Zusammenhängen und Gepflogenheiten zu vermeiden. Manche sind mehrdeutig oder irreführend; andere setzen eine Sichtweise voraus, von der wir hoffen, dass Sie anderer Meinung sind.
Die englische Originalausgabe wurde in dem Buch Open Sources veröffentlicht. Richard Stallman war nie ein Anhänger von „Open Source“;, trug aber diesen Artikel bei, damit die Anschauungen der Freie-Software-Bewegung nicht völlig fehlen würden.